Welche Kosten entstehen beim Immobilienkauf

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BAUR-Immobilien

Checkliste für den Immobilienkauf

Der Kauf einer Immobilie ist immer mit Nebenkosten verbunden. Diese Kosten können in einigen Fällen bis zu 10 % der Kaufsumme ausmachen. Viele Käufer von Häusern oder Eigentumswohnungen stehen dann vor einer unliebsamen Überraschung. Um diese zu vermeiden, finden Sie in diesem Ratgeber die wichtigsten Nebenkosten, die beim Kauf einer Immobilie anfallen können sowie einige Tipps, worauf man beim Immobilienkauf und er Finanzierung achten sollte.

Kosten beim Immobilienkauf

Entscheidend beim Kauf einer Immobilie ist in erster Linie der Preis. Ob der geforderte Preis für eine Immobilie auch gerechtfertigt ist, ist jedoch für Laien nur schwer abschätzbar. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ein Gutachten einzuholen. Für den Preis einer Immobilie ist vor allem der Verkehrswert entscheidend. Dieser Wert beschreibt den aktuellen Marktwert eines Gebäudes, einer Eigentumswohnung oder eines Grundstücks. Die Faktoren, welche einen entscheidenden Einfluss auf den Verkehrswert haben, sind:

  • Die Wohnfläche oder Nutzfläche
  • Der Bauzustand der Immobilie
  • Die Ausstattung
  • Das Baujahr
  • Die Lage der Immobilie


Im Rahmen eines Gutachtens werden die dafür notwendigen Unterlagen von einem Sachverständigen begutachtet. Dazu zählen Baupläne, der Grundriss und eventuell auch Beleihungsunterlagen. Vor dem Kauf einer Immobilie sollte man daher ein Gutachten in Auftrag geben, um den genauen Wert des Hauses oder des Grundstücks zu ermitteln. Der Verkehrswert der Immobilie stellt zwar den größten Teil der Kosten beim Immobilienkauf dar, dazu kommen jedoch noch die Nebenkosten beim Immobilienkauf.

 

Was hat man für Nebenkosten bei einem Haus?

Bereits vor dem Kauf einer Immobilie sollte man sich deshalb die Frage stellen, was hat man für Nebenkosten bei einem Haus? Die Nebenkosten setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Notarkosten
  • Maklerprovision
  • Eintragungskosten in das Grundbuch
  • Grunderwerbssteuer
  • Nebenkosten für die Finanzierung


Zu diesen Kosten können unter Umständen noch Renovierungskosten oder Modernisierungskosten dazukommen. Das hängt naürllich vom Baujahr und vom Bauzustand ab.

 

Welche Kosten kommen nach dem Hauskauf auf mich zu?

Wer ein Haus kauft, muss nicht nur den Kaufpreis bezahlen, sondern auch die damit verbundenen Nebenkosten. Die Frage, welche Kosten kommen nach dem Hauskauf auf mich zu, kann wie folgt beantwortet werden:

Neben dem Kaufpreis sind auch die Nebenkosten zu bezahlen, zu denen folgende Positionen gehören:

  • Die Grunderwerbssteuer:
    Diese beträgt abhängig vom Bundesland, in dem sich die Immobilie befindet, zwischen 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises.
  • Die Notarkosten:
    Die Kosten für den Notar machen rund 1 % bis 1,5 % der Kaufsumme aus.
  • Die Grundbuchkosten:
    Die Eintragung in das Grundbuch kostet rund 0,5 % der Kaufsumme.
  • Die Maklerprovision:
    Diese schwankt zwischen 3,5 und 7 % der Kaufsumme.
  • Das Gutachten:
    Der Preis dafür hängt vom Umfang ab und kann bis zu 1.000 € betragen.


Je nach dem Bauzustand des Hauses fallen auch Modernisierungs- und Sanierungskosten an. Bei diesen Kosten gibt es aber durchaus Sparmöglichkeiten. Vor allem für die Modernisierung von Gebäuden stehen in Deutschland einige Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

 

Wann zahlt man die Kaufnebenkosten?

Die Erstellung eines Gutachtens ist vor dem Kauf der Immobilie notwendig. Alle anderen Kosten fallen in der Regel erst nach dem Erwerb der Immobilie an. Die Frage, wann zahlt man die Kaufnebenkosten, betrifft in vielen Fällen jedoch auch die Finanzierung und Planung des Hauskaufs. Wer eine Immobilie mithilfe eines Kredits kauft, wird dafür eine Grundschuldbestellung brauchen. Auch diese verursacht Kosten und kann erst nach dem Kauf des Hauses in das Grundbuch eingetragen werden. Der Eigentumsübergang findet beim Kauf eines Hauses erst mit der amtlichen Eintragung in das Grundbuch statt. Erst dann ist der Käufer der Immobilie auch der neue Eigentümer.

 

Was muss ich bei der Finanzierung eines Hauses beachten?

Die Frage, was muss ich bei der Finanzierung eines Hauses beachten, sollte man sich bereits vor dem Hauskauf stellen. Für den Kauf eines Hauses empfiehlt sich jedenfalls eine Eigenkapitaldeckung von mindestens 30 %. Je weniger Fremdkapital in Form eines Darlehens man für den Kauf benötigt, desto günstiger wird der Kauf. Zwar sind in der heutigen Zeit Kredite relativ günstig zu haben, doch langfristig betrachtet verursacht jedes Darlehen zusätzliche Kosten. Die Baufinanzierung steht meist auch in einem engen Zusammenhang mit einer Anschlussfinanzierung. Der fixe Zinssatz für eine Baufinanzierung läuft meist nur über einen bestimmten Zeitraum. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss die Restschuld dann ebenfalls finanziert werden, was wiederum oft mit einem zusätzlichen Kredit geschieht. Bevor man sich für den Kauf eines Hauses entscheidet, sollte man daher sein Haushaltsbudget einmal genau unter die Lupe nehmen. Nach dem Kauf stellen sich Fixkosten für die Kredittilgung ein, die man in der Haushaltsrechnung berücksichtigen muss.

 

Wann fällt eine Grunderwerbsteuer an?

Unmittelbar nach dem vollständig abgeschlossenen Hauskauf erhält man vom Finanzamt einen Steuerbescheid, in dem die Grunderwerbsteuer ausgewiesen ist. Erst nach der notariellen Beurkundung wird die Steuer fällig. Der Notar übersendet den Kaufvertrag an das zuständige Finanzamt. Rein juristisch betrachtet gelten beim Verkauf eines Gebäudes immer der Verkäufer und der Käufer gemeinsam als Steuerschuldner. Allerdings kann die Gewerbesteuerlast im Kaufvertrag auch anders geregelt werden. Die Grunderwerbsteuer ist in vielen Fällen jedoch vom Käufer einer Immobilie zu bezahlen. Die Frage, wann fällt eine Grunderwerbsteuer an, kann also pauschal beantwortet werden. Als Bemessungsgrundlage dient dabei in der Regel der Kaufpreis der Immobilie. In manchen Fällen wird auch der Wert des Grundstücks dafür herangezogen.

 

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Baden Württemberg?

Die Nebenkosten unterscheiden sich in ihrer Höhe je nach Bundesland. Das betrifft in erster Linie die Maklerprovisionen sowie die Grunderwerbssteuer. Die Grunderwerbsteuer liegt in Deutschland derzeit zwischen 3,5 % in Bayern und Sachsen und 6,5 % in den Bundesländern Brandenburg, Nordrhein-Westfahlen, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland. Die Maklerprovisionen liegen in den meisten deutschen Bundesländern bei 3,57 %. Die höchsten Provisionen gibt es zurzeit in Brandenburg und Berlin mit 7,14 %.

 

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Baden Württemberg?

In diesem Bundesland beträgt die Grunderwerbsteuer 5 % und die Maklerprovision liegt bei 3,57 %. Die Notargebühren und die Kosten für den Grundbucheintrag belaufen sich auf 1,5 % der Kaufsumme.

 

Fazit: Nebenkosten beim Immobilienkauf

Die Kaufnebenkosten sollte man bereits vor dem Kauf einer Immobilie berücksichtigen. Das erspart unliebsame finanzielle Überraschungen und man kann entsprechend dafür vorsorgen. Aus diesem Grund sollten die Nebenkosten bereits bei der Finanzierungsplanung mit einbezogen werden. Manche Nebenkosten wie die Grunderwerbsteuer oder die Maklerprovisionen variieren in Deutschland je nach Bundesland. Neben den klassischen Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer oder Notarkosten sind auch eventuelle zusätzliche Nebenkosten wie Modernisierungs- oder Renovierungskosten beim Kauf eines Hauses zu berücksichtigen. In vielen Fällen gibt es dafür jedoch staatliche Förderungen. Da man meistens nur einmal im Leben ein Haus kauft, zählt diese Entscheidungen zu den wichtigsten und muss vorab gründlich durchdacht werden.

 

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